Otto-Lilienthal-Stiftung
Juni 7, 2026 in 2024, 2025, 2026, Stiftung des Monats von As

Der Traum vom Fliegen! Im Jahr 1891 wagte der deutsche Maschinenbau-Ingenieur Otto Lilienthal seinen ersten Sprung mit seinem Gleitflieger, bis er schließlich 200 m erreichte.
Die Stiftung unterstützt Forschungen und Projekte, die sich im weitesten Sinne dem Fliegen widmen.
Stiftungszweck

Die Otto-Lilienthal-Stiftung zur Förderung der Luft- und Raumfahrt, so ihr vollständiger Titel, hat das Ziel, herausgehobene, besonders innovative unternehmerische oder wissenschaftliche Leistungen auf diesem Gebiet zu fördern.
Sie vergibt bzw. unterstützt wissenschaftliche Forschungsaufträge und Projekte und veranstaltet wissenschaftliche Symposien zum Dialog zwischen Wissenschaft und Industrie.
Darüber hinaus vergibt sie Stipendien zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und fördert die Einrichtung von Gastprofessuren.
Otto Lilienthal-Preis
Mit der Auszeichnung werden herausragende Innovationen in der Luft- und Raumfahrt gewürdigt und Ideen, Leistungen und Erfolge sichtbar gemacht.
Damit motiviert der Lilienthal-Preis innovative Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen, sich mit innovativen Leistungen an der Weiterentwicklung der Luft- und Raumfahrt zu beteiligen.

Der Lilienthal-Preis ist ein Ehrenpreis und mit 5000 € dotiert.
Der Preis 2025 wurde im feierlichen Rahmen an Nithyashree Karunakaramurthy (im Foto Mitte) verliehen. Sie ist Autorin einer Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf dem Gebiet „AI-Driven Behavioral Cloning for Intelligent Aerospace Navigation“ (Übersetzung sinngemäß: KI-gesteuerte Verhaltensnachahmung für intelligente Flug- und Navigationssysteme).
Bis zum 15. September 2026 können Bewerbungen für den Preis 2026 eingereicht werden.
Otto Lilienthal

Er gilt als Pionier der Luftfahrt schlechthin!
Geboren 1848 in Anklam in Brandenburg, war Karl Wilhelm Otto Lilienthal der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Flüge mit einem Gleitflugzeug unternahm.
Seine grundlegenden Untersuchungen und Messungen an Modellflügeln sowie seine erfolgreichen Flugversuche von 1891 bis 1896 führten ein Jahrzehnt später zur Verwirklichung des Motorflugs durch die Gebrüder Wright.

Zur Durchführung seiner Flugversuche baute Lilienthal mehr als 20 Flugapparate, von denen eines, der sogenannte Normalsegelapparat, 1894 in seiner Berliner Maschinenfabrik in die Serienproduktion ging.
Dies stellte die erste Serienfertigung eines Flugzeugs weltweit dar.
Am 9. August 1896 stürzte Lilienthal bei einem Flugversuch nahe Stölln (im heutigen Landkreis Havelland) aus 15 Meter Höhe ab und erlag einen Tag später in der Berliner Universitätsklinik seinen Verletzungen.
Otto Lilienthal-Museum Anklam

Das Otto-Lilienthal-Museum in Anklam versteht sich als Personalmuseum für den großen Flugpionier, Ingenieur und Humanisten. Lilienthals Flüge beschreibt es als Wendepunkt von der Jahrhunderte alten Kulturgeschichte des Menschenflugs zur Technikgeschichte des Flugzeugs.

Hier ausgestellt sind beispielsweise Lilienthals zahlreiche an überdimensionale Fledermäuse erinnernden Flugapparate. Das Museum beschreibt darüber hinaus auf vielfältige Weise, wie aus dem alten Menschheitstraum vom Fliegen die licht- und schattenreiche Geschichte des Flugzeugs wurde.

Einmal selbst im Flugzeugcockpit sitzen, einen selbst gebauten Heißluftballon steigen lassen,
eine Dampfmaschine in Bewegung sehen oder auf einer Jahrhunderte alten Treppe den höchsten Punkt im Peenetal besteigen –
dies und mehr ist hier möglich!
Öffnungszeiten:
Mai
Di – Fr: 10 – 17; Sa, So und Feiertag: 13 – 17 Uhr
Juni bis Oktober
Mo – Fr: 10 – 17; Sa, So und Feiertag: 13 – 17 Uhr
November bis April
Di – Fr: 10 – 16 Uhr; So und Feiertag: 13 – 16 Uhr
erweiterte Öffnungszeiten während der Schulferien auf Anfrage und weitere Angebote (auch für Schulklassen) siehe Webseite
Gedenkstätte in Berlin

Am südlichen Rand von Lichterfelde unternahm Otto Lilienthal seine Versuche im Gleitflug.
Zu diesem Zweck ließ er 1894 auf dem Gelände einer alten Ziegelei einen Hügel aufschütten, von dem aus er Tausende Flüge mit Flugweiten von bis zu 80 Metern unternahm.
Das Areal wurde um 1900 zu einem Park umgestaltet und ist bis heute ein besuchenswerter Ort in Berlin.
Kontakt
Otto-Lilienthal-Stiftung zur Förderung der
Luft- und Raumfahrt
c/o BBAA e.V.
Freiheitstraße 124/126
15745 Wildau
Tel. +49 3375 921 84 21
E-Mail
Quelle und Fotos
Otto Lilienthal Stiftung
www.Berlin.de
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Otto-Lilienthal-Museum Anklam