Krull Stiftung

September 7, 2026 in 2024, 2026, Stiftung des Monats von As

Künstler brauchen Zeit und geeignete Bedingungen, sich künstlerisch weiterzuentwickeln, neuen Ideen nachzugehen und besondere Vorhaben umzusetzen. Ideal, wenn sie dabei auch finanziell unterstützt werden.
(Foto: Die Neugestaltung des Gutshofes Kleinmachnow 2024)

Stiftungszweck

Die gemeinnützige Hans und Charlotte Krull Stiftung fördert seit 2010 Bildende Kunst und Gartenbaukunst in Berlin und Brandenburg.
Ihr Sitz ist in Berlin.

In diesem Zusammenhang vergibt sie zwölfmonatige Arbeitsstipendien (à 14.400 Euro p.a.) an bildende Künstlerinnen und Künstler und fördert Projekte sowie Publikationen.

Sie verdankt ihre Existenz einer testamentarischen Verfügung Charlit Krulls, die mit der Stiftung an ihre Eltern erinnert: die Bühnenkünstler Hans und Charlotte Krull.

Projekte

Über das gesamte Jahr können im Bereich Bildende Kunst und Gartenbaukunst Projekte von Künstlerinnen und Künstlern selbst oder von steuerbegünstigten Körperschaften mit Zuschüssen gefördert werden.

Darüberhinaus können jederzeit Publikationsförderungen im Bereich Bildende Kunst und Gartenbaukunst von natürlichen Personen oder steuerbegünstigten Körperschaften beantragt werden.
Die Zuschüsse werden mittels Formularen auf der Webseite beantragt.

Im Frühjahr 2026 unterstützte die Stiftung beispielsweise die Wiederherstellung des historischen Monogrammbeetes für Fürstin Lucie von Pückler-Muskau im Schlosspark Branitz.
(s. auch Foto oben)

Mit historischen Pflanzenarten, farbintensiven Blühflächen und einer originalgetreuen Gestaltung wurde das Beet neu angelegt.
Die Wiederherstellung verbindet Gartendenkmalpflege mit der Würdigung einer Frau, deren Beitrag zur Gartenkunst lange im Schatten ihres berühmten Ehemanns stand.

Für ihre Ausstellung anything, anything hat Kate Newby 2024/25 eine neue ortsspezifische Arbeit entwickelt,
die die Klosterruine Berlin als einen Ort der permanenten Veränderung adressiert.


Weitere Projekte finden Sie hier!

Stipendien
Jährlich vergibt die Stiftung drei Stipendien (s.o.).
„Künstlerische Entwicklung braucht vor allem eines: Freiheit.
Mit unseren Arbeitsstipendien wollen wir Künstlern den Raum geben, neue Ideen zu verfolgen, ihre Praxis weiterzuentwickeln und dabei auch Risiken einzugehen. Die drei Positionen des Jahrgangs 2027 zeigen auf sehr unterschiedliche Weise, welches Potenzial in diesem Freiraum liegt“, so Dr. Fabrizio Micalizzi, Vorstand der Krull Stiftung.

Die drei Stipendiatinnen und Stipendiaten des Förderprogramms für Bildende Kunst 2027 sind: 

Benjamin Hirte,
Seyoung Yoon und
Julija Zaharijević.



Benjamin Hirte erweitert die klassische Bildhauerei um überraschende materielle und technische Verbindungen. Er arbeitet mit Stein als einem Material, das geologische Alter und kulturelles Gedächtnis in sich trägt.

Seyoung Yoon entwickelt eine vielschichtige malerische Praxis, in der persönliche Erzählungen, Popkultur und Fiktion zu poetischen Bildwelten verschmelzen. Mit großer formaler Freiheit verbindet sie Malerei, Zeichnung und objekthafte Elemente.

Julija Zaharijević überzeugt mit einer malerischen Praxis, die politische Gewalt und historische Bildtraditionen mit außergewöhnlicher Präzision zusammenführt. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen visueller Verführung und latenter Bedrohung.
weitere Infos

Kontakt
Hans und Charlotte Krull Stiftung
Hohenzollerndamm 151/Haus 3
14199 Berlin

Quelle und Fotos
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