Stiftung Morgenland

November 5, 2020 in 2020, Stiftung des Monats von As

Sie hat einen besonderen Zusatz:
Sie ist die 1000. Berliner Stiftung!

Gegründet am 21. September 2020, darf sie sich mit dieser besonderen Zahl schmücken.

Die Stiftung geht hervor aus der „Morgenländischen Frauenmission“, die 1842 von zehn Frauen in Berlin als Frauenverein für christliche Bildung des weiblichen Geschlechts im Morgenlande gegründet wurde – damals einer der ersten deutschen von Frauen gegründeten Vereine überhaupt.

Stiftungszweck
Zweck der Stiftung ist die Unterstützung und Förderung von überwiegend kirchlichen Projekten für Mädchen und Frauen – vor allem bei der Bildung und Ausbildung.

Geschichte
Der wie o.g. 1842 in Berlin gegründete „Frauenverein für christliche Bildung des weiblichen Geschlechts im Morgenlande“ war der erste deutsche Verein, welcher insbesondere von Frauen für Frauen entstand.
Um Lehrerinnen zu jener Zeit „ins Morgenland“ senden zu können, bedurfte es zahlreicher Ansätze und Initiativen. Seit 1846 aber wurden Missionarinnen nach Indien, später auch nach Indonesien, Korea, Persien, China und Afrika gesandt.

Erst nach 40 Jahren schließlich gewährte König Wilhelm I. 1883 die Anerkennung des Vereins  mit den Rechten einer juristischen Person.

1919 wurde von der MFM das ehemalige Missionsheim Friedrich von Bodelschwinghs in der Berliner Finckensteinallee als Bibelschule erworben, welches heute Sitz der Stiftung ist.

1939 wurde die Bibelschule durch die Nazi-Herrschaft aufgelöst und erst 1945 wieder eröffnet – zunehmend dann als Ausbildungsstätte für Gemeindehelferinnen. 1969 stellte die Schule ihre Tätigkeit ein und wurde als „Hotel Morgenland“ weiter geführt. Es war und ist bis heute – modern und ergänzt um Tagungsräume – ein Ort der Begegnung für Christen aus aller Welt.

Von ihrem Sitz in der Finckensteinallee aus engagiert die Stiftung sich gemäß ihrer Satzung.


Projekte

Talitha Kumi – Ev.-lutherische Schule und Familienzentrum in Beit Jala /Palästina
Die Morgenländische Frauenmission unterstützt diese Schule seit ihrer Gründung 1851.
Am Anfang beteiligte sich durch Übernahme der Gehälter von zwei Lehrschwestern und durch Beiträge zum Bau der Schule. Heute hat die Morgenländische Frauenmission zwei Schulpatenschaften übernommen.

Unterstützung des Projektes „Mehr Pfarrerinnen für Äthiopien“
Die Mekane Yesus Kirche – eine der größten lutherischen Kirchen weltweit braucht ausgebildete PfarrerInnen. Frauen das Theologie-Studium  ermöglichen – sei es durch Stipendien oder durch eine entsprechende Ausstattung der Seminare – dabei ist der Verein gemeinsam mit dem Berliner Missionswerk behilflich.

Unterstützung des Schulungszentrums „Maranatha“ in Nias / Indonesien
Das Schulungszentrum befähigt Frauen durch eine Ausbildung, eine selbstständiges Leben führen zu können. Die Morgenländische Frauenmission entsandte Schwestern dorthin und unterstützt die Schule finanziell.

Heimat für demenzerkrankte Menschen „Wohnen im gutem Geist“
Mehrmals im Jahr inititert der Verein Treffen, Begegnungen und Andachten mit zwei Wohngruppen in Berlin-Marienfelde.

Notunterkunft für Flüchtlinge im Ejf Wohnheim in Berlin-Lichtenrade
Die Unterkunft  wurde am 18.09.2014 in der Trägerschaft des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) eröffnet. Die Frauenmission unterstützte hier insbesondere freizeitpädagogische Angebote für Flüchtlingskinder.

Weitere Infos, auch zu vergangenen Projekten hier.


Kontakt
Stiftung Morgenland
Finckensteinallee 23-27
12205 Berlin
Büro zeitweise: 030 – 843 889 62

Quelle und Fotos
Morgenländische Frauenmission
Stiftung Morgenland