Tchoban Foundation

Juli 5, 2014 in Stiftung des Monats von As

logo_de Auf dem ehemaligen Brauereigelände am Pfefferberg in Berlin-Prenzlauer Berg lädt seit Juni 2013 ein besonderes Museum zu besonderen Ausstellungen:
Das  Museum für Architekturzeichnung.
Das vom bekannten, in Berlin und Moskau lebenden Architekten Sergei Tchoban und Sergey Kuznetsov geschaffenen Haus, das Sammlungen weltweit führender Kulturinstitutionen vorstellt, ist auch Sitz der 2009 gegründeten Tchoban Foundation und zeigt ebenfalls deren international bekannte Sammlungen.  Gebäude c Roland Halbe

Stiftungszweck
621_web_ausstellungDie Tchoban Foundation fördert den talentierten Architektennachwuchs in der klassischen Ausbildung des Zeichnens zu fördern und stellt ihm die beachtliche Sammlung des Stiftungsgründers zum Studium zur Verfügung. Erklärtes Ziel der Stiftung ist aber auch, die fantastischen und emotionsbeladenen Welten der Architekturzeichnung in Veranstaltungen und Ausstellungen einer breiten Öffentlichkeit wieder näher zu bringen.

image_manager__rex_event_image_mausoleumSergei Tchoban ist leidenschaftlicher Zeichner und Sammler historischer Architekturzeichnungen.
Die handzeichnerischen Fähigkeiten der angehenden Architekten auszubilden und damit die Formen- und Proportionsfindung mittels der eigenen Gedanken und der entsprechend zeichnenden Hand zu entwickeln und trainieren, sind erklärtes Anliegen des Stiftungsgründers.

Abbildung: Mausoleum in Moskau
(zur Ausstellung „Die Geschichte der russischen Architektur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ vom 21. September 2013 –  21. März 2014)

Das Museum
tchoban_580x237_c_rolandhalbeMit diesem Museum hat der Architekt und leidenschaftliche Sammler seine Vision von einem idealen Ort für die Architekturzeichnung verwirklicht.
Es reiht sich in die einzigartig reiche Kette bedeutender Kulturinstitute der Hauptstadt ein.

Das Museumsgebäude, entworfen von SPEECH in Moskau, Architekten Sergei Tchoban und Sergei Kuznetsov, ist sowohl in konstruktiver als auch in gestalterischer Hinsicht und nicht zuletzt durch die Wtchoban_fassadenausschnitt_c_roland_halbeahl der Materialien ein besonderes Beispiel zeitgenössischer Architektur. Die Ausdruckskraft der Formensprache ist unübersehbar und doch von einer sensiblen Grundhaltung gengenüber dem Ort und der Nutzung geprägt. Gefärbter Beton und Glas bildendie Fassaden des Gebäudes, die kontrastreich und vielschichtig gestaltet sind.

Sergel Tchoban
Die Leidenschaft für die Architekturzeichnung des 1962 in Sankt Petersburg geborenen Architekten Sergei Tchoban begann schon während seiner Studienzeit an der Russischen Akademie der Künste in Sankt Petersburg, als er seine Liebe für die Altmeister entdeckte und selbst zu zeichnen begann. Mit dem Erwerb einer Zeichnung von Pietro di Gottardo Gonzaga wurde 2001 der Grundstein für seine Sammlung gelegt. Inzwischen umfasst die Sammlung mehrere hundert Blätter aus verschiedenen Epochen, vom 16. Jahrhundert bis zu zeitgenössischen Architekten, von du Cerceau bis Frank Gehry.

Ausstellung Lebbeus Woods. ON-LINE
28. Juni – 3. Oktober 2014

image_manager__rex_event_image_617_web_ausstellung fotoMit dieser Ausstellung  präsentiert das Museum für Architekturzeichnung eine Auswahl herausragender Werke des Architekturtheoretikers, Zeichners, Lehrers und Architekten Lebbeus Woods (1940–2012).
Der Schwerpunkt liegt dabei auf den eindrucksvollen Darstellungen architektonischer und urbaner Welten, die Woods in den frühen Jahren seiner Karriere schuf. Diese Tusche- und Bleistiftzeichnungen decken einen großen Bereich von Woods‘ Untersuchungen und Neuinterpretationen von realen und imaginären Städten ab und stehen für seinen steten Drang, die transformative und sprachgewaltige Kraft der Architektur aufzuzeigen.

Öffnungszeiten
Mo–Fr 14 – 19 h, Sa / So 13 – 17 h
In den ausstellungsfreien Zeiten bleibt das Museum geschlossen.

tchoban_foundation_580x237_c_rolandhalbeKontakt
Tchoban Foundation
Museum für Architekturzeichnung
Christinenstraße 18A
10119 Berlin
+ 49 30 43 73 90 90
mail@tchoban-foundation.de

Quelle und Fotos
Tchoban Foundation
Fotos Gebäude: Roland Halbe