Stiftung Denkmal Berlin

November 6, 2012 in Stiftung des Monats von As

Am 25. Juni 1999 fasste der Deutsche Bundestag nach langjähriger Debatte mehrheitlich und parteiübergreifend den Beschluss, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas zu errichten. Für die Umsetzung des Beschlusses, die Planung und Verwirklichung von Stelenfeld und Ort der Information wurde mit Wirkung vom 6. April 2000 die bundesunmittelbare Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, eine Stiftung des öffentlichen Rechts, gegründet.

Die StiftungDenkmal Berlin hatte zwischen April 2003 und Mai 2005 die Bauherrenfunktion für das Denkmal inne und ist nunmehr für den Betrieb des Denkmals als Ort des Gedenkens, der Aufklärung und Begegnung zuständig.

Laut Stiftungsgesetz ist sie außerdem verpflichtet, dazu beizutragen, »die Erinnerung an alle Opfer des Nationalsozialismus und ihre Würdigung in geeigneter Weise sicher zu stellen« sowie auf die »authentischen Stätten des Gedenkens« zu verweisen.

Auch das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen sowie das kürzlich eingeweihte Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma werden von der Stiftung betreut.

Am 24. Oktober 2012 wurde das Denkmal für die 500.000 von den Nazis ermordeten Sinti und Roma der Öffentlichkeit übergeben worden. An dem Festakt nahmen führende Vertreter des Bundes und der Länder sowie der Vorsitzende des Zentralrats der Sinti und Roma, Romani Rose, teil. Auch mehr als 100 Überlebende des Holocaust waren anwesend.

Das Denkmal des Künstlers Dani Karavan besteht aus einem Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf dem täglich eine frische Blume liegt. Darüber hinaus informieren Tafeln über Ausgrenzung und Massenmord an dieser Minderheit während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft.

Öffnungszeiten: Das Denkmal ist Tag und Nacht frei zugänglich.

Lage: Zwischen Brandenburger Tor und Reichstagsgebäude in Berlin-Mitte; Simsonweg/ Scheidemannstraße, 10117 Berlin

Fotos: Marko Priske