Max Grünebaum-Stiftung

Oktober 4, 2015 in Stiftung des Monats von As

Staatstheatere kleinDer Namensgeber der Stiftung, der Tuchfabrikant Max Grünebaum (1851-1925), war Ehrenbürger der Stadt Cottbus und Kommerzienrat. Zeitlebens war er ein großer Theaterfreund.
Und so ist das Staatstheater Cottbus seit 1997 der Ort für die feierliche Verleihung des Max-Grünebaum-Preises.
bildergalerie_grosses_haus_7_buehnenblick_mit_schmuckvorhangIn dem bekannten Jugendstil-Theater, rund 130 km südlich von Berlin in der Lausitzmetropole gelegen – erhalten junge Künstler des Theaters und junge Wissenschaftler der Brandenburgischen Techninischen Universität Cottbus-Senftenberg die mit jeweils 5.000 € dotierten Preise bzw. Förderpreise.

Am
Sonntag, dem 18. Oktober 2015, 11.00 Uhr
werden sie zum 19. Mal vergeben.
preistraeger2014Die Preisträger 2014
Nicolai Förter
Antje Mugler
Matthias Hermann Richter
Bo-Kyoung Kim
Stefan Kulhawec


Stiftungszweck

stbeprne_r4_c6In Erinnerung an das Wirken des Kommerzienrats Max Grünebaum in Cottbus, ist es das Anliegen der Stiftung,

das Staatstheater Cottbus und
die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

durch Förderung der künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchskräfte zu unterstützen.

Außerdem sollen die schon vorhandenen, guten Beziehungen zwischen Cottbus und England weiter gefördert werden. Das Interesse an Sprache, Kultur und Geschichte des Landes sollen geweckt und vertieft werden.
Die Max Grünebaum-Stiftung wurde 1997 von den in England lebenden Enkeln ins Leben gerufen: Mit der Entscheidung, das nach der Wende aus Entschädigungszahlungen hervorgegangene Vermögen der Stadt Cottbus zugute kommen zu lassen, begründeten sie das Stiftungsvermögen.

Max Grünebaum

portraitfotoDer Tuchfabrikant verband als erfolgreicher Unternehmer soziales Engagement und Mäzenatentum in vorbildlicher Weise und förderte zeitlebens das Cottbuser Theater.
In den 70er Jahren des 19. Jh.s  begannen er und sein Schwager mit 20 Webstühlen die Tuch-Produktion in gemieteten Räumen. Sechs Jahre später kauften sie Grundstücke und dazugehörige Fabrikgebäude in der Cottbuser Parzellenstraße.
villagruenebaumAls erste führten sie die Produktion der aus England kommenden Kammgarn-Herrenstoffe in Cottbus ein und entwickelten sich im Laufe der Jahre zu einem der führenden Hersteller.

Mit großer Ergebenheit widmete Max Grünebaum sich den sozialen Interessen seiner Arbeiter und der Cottbuser Bürger. Zahlreiche Stiftungen haben er und seine Frau Caroline ins Leben gerufen, unter anderem für arme und kranke Kinder, für ein Walderholungsheim und für das damalige Stadttheater. Für das Theater stiftete Grünebaum den ersten Theatervorhang und gehörte zeitlebens zu den Förderern des Hauses. 1925 verstarb Max Grünebaum im Alter von 73 Jahren.
Aus rassistischen Gründen wurden die Nachfahren Max Grünebaums in der Zeit des Dritten Reiches aus Deutschland vertrieben, das Familienvermögen wurde enteignet. Die Familie wagte in England einen Neuanfang.
Foto: ehemalige Villa von Max Grünebaum

Die Stifter
Die Nachfahren Grünebaums brachten es in England zu höchsten beruflichen Erfolgen und Auszeichnungen für besonderes soziales Engagement.
Die Enkel Max Grünebaums waren die Iniatoren für die Stiftungsgründung:

Ellen Gumbel †
Marion Frank †
Karl Newman †
Ursula Hulme †

2229893_m1t1w500q75v32137_DC_CO2_144951-GDJ3MRT5P.1-ORGUrsula Hulme war alljährlich gern zu Gast auf der Preisverleihung. Im Jahre 2012 verstarb die letzte der Enkel Grünebaums, 94-jährig.
karlnewmanIhr Bruder, Karl M. Newman, hatte bei einer seiner Ansprachen den Intentionen seines Großvaters und der Familie Ausdruck verliehen:

„Cherish the past, adorn the present, create for the future“

Die Vergangenheit achten, der Gegenwart Glanz verleihen, für
die Zukunft schaffen.


Kontakt
Max Grünebaum-Stiftung
Breitscheidplatz 3
03046 Cottbus
info@max-gruenebaum-stiftung.de

Quelle und Fotos
Max Grünebaum-Stiftung
Staatstheater Cottbus
BTU Cottbus Senftenberg