Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit

August 2, 2017 in Stiftung des Monats von As

Im Laufe der Zeit hat jede bedeutende politische Strömung in Deutschland eine dazugehörige Stiftung ins Leben gerufen. Die liberale Stiftung in Deutschland ist die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit mit Hauptsitz in Potsdam.

Stiftungszweck
Die Stiftung will dazu beitragen, dem Prinzip Freiheit in Menschenwürde in allen Bereichen der Gesellschaft Geltung zu verschaffen.
Staatsbürgerliche Bildung und Erziehung stehen daher im Zentrum der Stiftungsarbeit: Es geht darum, Politik besser verständlich zu machen und die Bürger zur Beteiligung am politischen Prozess zu bewegen.

Schwerpunkte sind
– die politische Bildung
– der Politikdialog
– die Politikberatung
– die Begabtenförderung
– das Archivieren der Dokumente über den Liberalismus in Deutschland

Geschichte
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wurde am 19. Mai 1958 als Friedrich-Naumann-Stiftung in der Bonner Villa Hammerschmidt von Theodor Heuss, Walter Erbe, Paul Luchtenberg, Reinhold Maier, Hans Wolfgang Rubin u. a. gegründet.
Ihr Namensgeber, der liberale Politiker Friedrich Naumann (1860 – 1919; Foto links)  war ein evangelischer Theologe und liberaler Politiker. 1907 war er Mitbegründer des Deutschen Werkbunds. Im Jahr 1918 gründete er eine „Staatsbürgerschule“. Diese hatte zum Ziel, das demokratische Gemeinwesen durch politische Bildung in Deutschland nach dem verlorenen Krieg zu festigen.
Im April 2007 erhielt der Stiftungsname den Zusatz „für die Freiheit“.

„Eine Stiftung, die den Zusatz ‚für die Freiheit’ im Namen trägt, ist besonders gefordert bei der Frage, wie unser Gemeinwesen im Spannungsfeld zwischen Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit gestaltet werden soll“ – mit diesen Worten umriss der damalige Bundespräsident Prof. Horst Köhler die Perspektive der Stiftungstätigkeit anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Stiftung.
Foto: Festakt „50 Jahre für die Freiheit“ am 19. Mai 2008 im alten Plenarsaal Bonn

Arbeitsbereiche
Die Frage „Wie wollen wir in Zukunft leben“ ist allen Themen, mit denen sich die Stiftung beschäftigt, übergeordnet. Die Stiftung für die Freiheit macht Vorschläge für eine liberale Politik, die die richtigen Weichen für Wachstum und Zukunft stellt.

Themen sind u.a.:
– Soziale Marktwirtschaft
– Digitale und offene Gesellschaft
– Beste Bildung
– Internationale Politik
– Menschenrechte
– Migration

Zum Thema Bildung beispielsweise fand im Juli in Berlin eine Veranstaltung mit dem Titel „Das missverstandene Sonderungsverbot für private Ersatzschulen“ statt.
Hinter dem etwas sperrigen Titel verbirgt sich die aktuelle Problematik der Stellenwerte privater und staatlicher Schulen. Gerade in der gegenwärtigen Situation von wachsenen Schülerzahlen ein brisantes Thema!
Foto: v. l.n.r.: Assol Urrutia, Frauke Brosius-Gersdorf und Annett WitteFriedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Die renommierten Verfassungsrechtlerin Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf, LL.M. (Leibniz Universität Hannover) stellte ein von ihr erarbeitetes Gutachten zum Inhalt des verfassungsrechtlichen Sonderungsverbots und entsprechenden Konsequenzen für Gesetzgeber und Schulbehörden vor. Das Gutachten greift aauch die aktuelle Diskussion zur Schulgeldhöhe an Freien Schulen und die Zusammensetzung der dortigen Schülerschaft auf.

Auch zum Stand der Digitalisierung der Schulen bietet die Stiftung unter #SMARTschool Visionen und Know how an.

Stipendien
Wesentlicher Bestandteil der Stiftungstätigket ist die Vergabe von Stipendien an Studenten.
Die Stiftung fördert Begabte. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich – quasi als  Botschafter der Freiheit – aktiv in gesellschaftliche Belange einbringen.
Es gibt u. a.
– Studien- und Promotionsstipendien
– Sonderprogramme insbesondere für liberale Shwerpunkte
– Förderung für alternative Bildungswege
– Unterstützung beim Aufbau von Netzwerken

Veranstaltungen
Ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm lädt bundesweit zu Foren, Vorträgen und Diskussionsrunden ein.
Zum Thema Stadtentwicklung, Wohnungsmarkt findet am 09. August 2017 in Berlin ein Diskussionsabend statt.
Siehe auch unter unserer Rubrik „Veranstaltungstipps„.

 

 


Kontakt

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Karl-Marx-Straße 2
14482 Potsdam
Tel. +49 331 / 7019-0
Fax +49 331 / 7019-188

Quelle und Fotos
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit