Der Finger im Buch. Die unterbrochene Lektüre im Bild

Januar 6, 2021 in Veranstaltungstipps von As

Die Berliner Buchläden sind geöffnet.
Womöglich hat dies den einen oder anderen, die eine oder andere zum Lesen inspiriert, in diesen Zeiten mehr vielleicht als sonst …

Das Lesen werde wie das Schreiben immer wieder unterbrochen, klagt die Schriftstellerin Virginia Woolf 1928:
Das sei ein Fluch der modernen Umwelt. Selbst die Bibliothek ist Teil „der Fabrik“ und lenkt ab.

Wie Woolf haben auch andere Literaten, etwa Marcel Proust oder Hermann Hesse, das Lesen kommentiert und seinen prekären Status betont.

Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider (Universitätsbibliothek Leipzig) findet eine andere Quelle der Inspiration: die Kunst.

Gemälde, Fotografien und Skulpturen halten eine Geste fest, die den Finger, genutzt als Lesezeichen, dokumentiert.
Schneider betrachtet diese „intime“ Verbindung zwischen Buch und Lesergestalt, den Moment der Unterbrechung des Lesens.

Veranstaltung:
Virtuelles Werkstattgespräch mit Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider (Universitätsbibliothek Leipzig)
Fachliche Betreuung: Dr. Christian Mathieu

Zeit:
Di, 12. Januar 2021
18.15 Uhr

Ort:
online

Anmeldung:
siehe Webseite

Quelle:
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Staatsbibliothek Berlin

Foto: Gemälde von Girolamo Francesco Maria Mazzola (1503-1540).© Imago images/Leemage