Bürgermeister-Reuter-Stiftung

Mai 3, 2017 in Stiftung des Monats von As

Immer mehr junge Leute kommen nach Berlin, um hier zu studieren, zu arbeiten… Sie alle benötigen eine Bleibe. Mit ihrem „Guest in Residence“-Programm unterstützt die Bürgermeister-Reuter-Stiftung Menschen, die für mittelfristige Aufgaben in Berlin leben wollen bzw. müssen.

Stiftungszweck
Ursprünglich 1953 vom damaligen Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter gegründet, um hilfsbedürftigen Flüchtlingen aus der sowjetischen Besatzungszone zur Seite zu stehen, widmet sich die Bürgermeister-Reuter-Stiftung heute der Vermietung von temporärem Wohnraum.
Sie besitzt und betreibt zu diesem Zweck mehrere Häuser in Berlin und bietet für Studenten, Sprachschüler, Auszubildende, Schul-, Sport- und Jugendgruppen aus dem In- und Ausland preiswerte und bezahlbare Unterkünfte.
Fotos: Ernst-Reuter-Haus (Neubau) in der Triftstr. 67 im Wedding

Geschichte
Die schwierige politischen Lage der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg und der durch sie hervorgerufenen Notlage gaben den Ausschlag für die Gründung der Stiftung. Am 17. April 1953 wurde sie auf Initiative des damaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Ernst Reuter, ins Leben gerufen.

Das Hilfsprogramm war mit Vertretern des International Rescue Committee erarbeitet worden und beinhaltete unter anderem die Errichtung einer Kaffee- und Milchstube für Flüchtlinge am Flughafen Tempelhof, die Bezuschussung von Getränkeausgaben für Flüchtlinge, Zuschüsse für Stipendien und Ausbildungsbeihilfen, von Flüchtlingskindergärten sowie Näh- und Bügelstuben.

Foto: Flüchtlinge aus der dam. Sowjetzone auf dem Flughafen Tempelhof,  Januar 1953. (© picture-alliance; Bundeszentrale für Bildung)

Ernst Reuter setzte sich mit ganzer Kraft für die neu entstandene und nach ihm benannte Stiftung ein. Im Frühjahr 1953 reiste er gemeinsam mit Hans E. Hirschfeld, dem Leiter des Presse- und Informationsamtes des Landes Berlin, in die USA und vermittelte seinen Zuhörern dort ein anschauliches Bild von der Notlage Berlins.
Sein persönliches Engagement und sein Einsatz sorgten dafür, dass ein Stiftungskapital in Höhe von einer Million Mark eingeworben werden konnte.
Reuter verstarb 64-jährig am 29. September 1953 an den Folgen eines Herzanfalls.
Foto: Ernst Reuter; Quelle: Landesarchiv Berlin

Die Stiftung jedoch wirkte und wirkt in seinem Sinne weiter. Sie verlagerte in Anpassung  an die gesellschaftlichen Veränderungen ihren Schwerpunkt hin zur Bereitstellung von Wohnraum für befristet in Berlin tätige junge Menschen.
Foto: Ernst Reuter-Haus (Altbau) in der Triftstr. 67 . Die Grundsteinlegung erfolgte im Juni 1960.

In Abwandlung seines berühmten Ausspruchs während der Blockade Berlins „…Ihr Völker der Welt! Schaut auf diese Stadt!…!“ heißt es heute: „Kommt, lernt, arbeitet und lebt in dieser Stadt!“ (Zitat Ernst-Reuter-Stiftung).

House of Nations
Unter dem Namen House-of-Nations sind von der Bürgermeister-Reuter-Stiftung die modernen Apartments und Einzelzimmer für Studenten und Azubis an 7 Standorten gebündelt.

Die Apartments und Einzelzimmer sind komplett mit funktionellen Möbeln ausgestattet. Jedes Apartment verfügt über eine eigene Miniküche und ist mit einer Dusche und Toilette versehen. Bewohner der Einzelzimmer können ihre Mahlzeiten in den Gemeinschaftsküchen, die sich auf jeder Etage befinden, zubereiten. Ebenfalls befinden sich auf jeder Etage Gemeinschaftsduschen/-WCs.

Die Nachfrage/Anmeldung erfolgt einfach über die Webseite.

Das Besondere an den Studentenwohnhäusern ist der internationale Charakter. Die Bewohner aus aller Welt tragen zu einem multikulturellen Flair bei.
Foto: Straßencafé; degewo

Kontakt
Bürgermeistrer-Reuter-Stiftung
Wichmannstr. 6
10787 Berlin
Tel: +49 (0) 30 – 49 10 22- 0
Fax: +49 (0) 30 – 49 10 22- 9700
Email: info@brst.de

Quelle
Bürgermeister-Reuter-Stiftung